Wenn Eltern alt werden – Das kannst Du tun, wenn der Stress überhand nimmt.

Das kannst Du tun, wenn der Stress überhand nimmt.

Deine Eltern sind alt oder bereits pflegebedürftig? Sie benötigen immer mehr Hilfe von Dir oder Du pflegst sie bereits? Zeit für Dich selbst findest Du nur sehr selten oder gar nicht mehr. Du weißt einfach nicht mehr, wie Du Familie, Arbeit, Haushalt und auch noch Deine Eltern unter einen Hut bringen sollst – wie Du das alles schaffen sollst?
Hier gebe ich Dir Möglichkeiten an die Hand, wie Du wieder Ruhe und Zeit für Dich finden kannst.

 

Stress macht krank, doch das weißt Du bestimmt schon, oder?!

Was bedeutet Stress eigentlich?
Die Bedeutung des Wortes Stress wird im Wörterbuch so beschrieben: eine sehr große körperliche oder seelische Belastung, durch zu viel Arbeit, Probleme o.Ä.

Wenn unsere Eltern hilfsbedürftig werden, kommt beides, körperliche und seelische Belastung zusammen. Wir reagieren darauf mit Angst, Frust, Ärger, Hilflosigkeit. Wir fühlen uns oft gereizt, gehetzt, zerstreut und vergesslich und unser Körper reagiert darauf mit erhöhtem Blutdruck, das Immunsystem wird geschwächt und oft kommt es u.a. auch zu Kopfschmerzen, Ohrensausen, Hautausschlag, Magen- und Darmproblemen.

Bestimmt hast du Dich schon etwas mit dem Thema Stress auseinandergesetzt und einiges darüber gelesen. Deshalb möchte ich mich nicht lange damit aufhalten, hier zu erklären, dass Stress ein Schutzmechanismus ist und uns früher das Überleben in der Wildnis gesichert hat. Früher!!!

 

Es ist wichtig herauszufinden, was Dir wirklich Stress bereitet

Stress kann viele Ursachen haben, die Du eben vor lauter Stress nicht mehr erkennst. Du merkst schon: Ein Teufelskreis, aus dem es dann nicht mehr so leicht ist, zu entkommen. Deine hilfsbedürftigen Eltern, Job, Kinder, Partner und auch Freunde oder Kollegen, plötzlich zieht Dir alles Energie und Du weißt nicht mehr, wie Du Allem und Jedem gerecht werden kannst.
Und nicht zu vergessen: Dein eigener Anspruch: „ALLES muss perfekt sein“.

 

Tu es für Dich, Dein Körper und auch Deine Mitmenschen werden es Dir danken

Wenn Du herausfindest was Dir wirklich Stress bereitet, kannst Du ganz anders vorgehen.
Du findest wieder Zeit und Ruhe für Dich, denn nur wenn es Dir gut geht, kannst du Dich gut um andere kümmern.

 

So kommst Du Deinem Stress auf die Schliche

 

Zeichne Deine Stresskarte:

  • Nimm Dir ein großes Blatt Papier und schreibe in die Mitte Deinen Namen.
  • Nun schreibe um Deinen Namen herum alle Personen, Themen, Aufgaben und Bereiche, die in Deinem Leben eine Rolle spielen (vergiss auch Deine Hobbys nicht).
  • Alles was oder wer Dir nah steht, schreibst Du dicht an Deinen Namen und alles was Dir nicht so wichtig ist, weiter entfernt.
  • Dann bewerte die einzelnen Bereiche, jede Aufgabe und jede Person mit Punkten: 5 Punkte für einen hohen Stressfaktor und 0 für keinen Stress.
  • Frage Dich auch, ob Du für die jeweiligen Bereiche Kraft investieren musst oder ob es Dir Kraft gibt. Kennzeichen diese mit + oder –

Am Ende dieser Übung hast Du einen sehr guten Überblick, über Deine Energiefresser und Deine Kraftbringer. Du weißt nun, wo Du ansetzen kannst, um etwas zu verändern!

 

Finde heraus, wie Du es wirklich willst.

Nimm Dir die Bereiche heraus, die Dir Stress bereiten und nimm sie genauer unter die Lupe. Fische Dir heraus, was Du nicht mehr möchtest und dann überlege Dir, wie Du es stattdessen gerne hättest.

Wenn Du anhand Deiner Stresskarte herausgefunden hast, dass z.B. gar nicht Deine Eltern der Stressfaktor sind, sondern dein Chef, der immer kurz vor Feierabend noch irgendwelche dringende Arbeiten von Dir erledigt haben möchte, dann könntest Du Dir überlegen, wie Du es stattdessen gerne hättest.
Vielleicht erkennst Du, dass Du dann nicht wieder Deine Eltern vertrösten oder dort alles rucki zucki erledigen möchtest. Vielleicht möchtest Du dann in deinem Job etwas ändern. Das könnte sein, dass Du ein Gespräch mit Deinem Chef führst und dadurch eine Lösung findest …

Wenn Du weißt, wie Du es gerne hättest, gibst Du Dir die Möglichkeit Lösungen zu finden.

 

Vergiss Deinen Perfektionismus

Jetzt wird’s richtig interessant. Überprüfe doch mal Deine Gedanken.

Wer mich schon etwas näher kennt, der weiß, dass ich darüber sehr gerne schreibe. Ich weiß nämlich ganz genau, wie sehr uns unsere eigenen Gedanken im Weg stehen können. Dich mit anderen vergleichen, die ja sowieso alles schneller und viel besser machen, kann sehr anstrengend werden.

„Andere schaffen das doch auch“; „Das muss ich erst noch fertig machen“; „Ich kann doch nicht…“; „Ich muss doch noch…“; „Das war noch nicht gut genug“. Diese Gedanken sind Dein eigener Anspruch an Dich. Der erste Schritt ist, sie zu hören, denn dann kannst Du sie überprüfen und sein lassen.

Du schaffst das!

Niemand hat etwas davon, wenn Du Burnout bekommst. Oder musst Du erst krank werden, um zu erkennen, dass es nicht so wichtig ist, jede Woche die Fenster zu putzen?
Jetzt sag nicht: „Das mach ich doch gar nicht“, sondern hinterfrage Dich selbst, wo Du Dir zu viel zumutest, was gar nicht sein müsste.
Frage auch mal Freunde, die haben oft nochmal einen anderen Blick darauf und sind nicht so betriebsblind, wie Du es wahrscheinlich gerade bist.

 

Fokussiere Dich auf die schönen Dinge in Deinem Leben

Doch Vorsicht: Diese Übung kann glücklich machen😉😁

„Oh man, war das heute wieder stressig“; so holst DU alles nochmal hoch und bemerkst gar nicht, was der Tag Dir Schönes gebracht hat. Du bleibst in Deinem Stress hängen und verstärkst ihn dadurch noch.

Fokussiere Dich doch mal auf die Dinge, die heute gut gelaufen sind. Was war toll, was ist Dir gut gelungen?

Ich mache dies sehr gerne als Abendritual.

Finde jeden Abend 5 Dinge für die Du heute dankbar bist. Besorge Dir ein kleines Dankbarkeits – Tagebuch, in dem Du Dir das alles notierst. Morgens kannst Du es Dir nochmal durchlesen und so in den Tag starten. Mach dies über einen längeren Zeitraum oder noch besser, lass es zur Gewohnheit werden.

Dies ist eine wundervolle Methode, die schönen Dinge in Deinem Leben wahrzunehmen und auch wieder schätzen zu lernen.

 

Was Dir noch gut tut:

  • Ernährung
    Auch Deine Ernährung spielt eine Rolle; ausreichend trinken, vitaminreiches Essen und ganz wichtig → dafür Zeit nehmen und genießen.
  • Entspannung durch Sport/Bewegung
    Dein Körper benötigt regelmäßige Bewegung. Stresshormone wie Adrenalin, Cortisol und auch die vermehrte Insulinausschüttung werden durch Bewegung wieder abgebaut.
  • Mentale Entspannung
    Meditation, Entspannungsmusik hören, Singen, Tagebuch führen, positives im Leben finden…
  • Verhalten
    Rituale durchführen, Zeitmanagement, Nichts-Tun, auch mal „NEIN“ sagen, um Hilfe bitten, Meinungen von anderen einholen…

Und vor Allem, denk daran:
→Wenn Du so weitermachst wie bisher, erhältst Du auch dasselbe wie bisher!

 

Jeder Mensch erlebt Stress auf eine andere Weise. Was für einen ein stressiger Arbeitstag ist, ist es für andere noch lange nicht. Die Stresslatte ist bei jedem unterschiedlich hochgesteckt.
Deshalb:
Hör auf, Dich mit anderen zu vergleichen. Fühl in Dich hinein und erkenne, wann es DIR zu viel wird und DU eine Pause brauchst.

Stress ist eine wichtige Aufforderung Deines Körpers, etwas anders zu machen.
Nutze gewonnene Zeit immer für DICH!

Herzlichste Grüße

Silvia Haugg

P.S.: Kennst Du schon meine kostenlosen Tipps „Das kannst Du tun, damit auch schwierige Gespräche mit Deinen Eltern ruhig verlaufen“? Diese können Dir auch dabei helfen, Deinen Stress zu reduzieren. Denn wenn Du nun erkannt hast, was Du ändern möchtest und dazu ein Gespräch nötig ist, findest Du hier Tipps wie Du es schaffst, dieses Gespräch zu führen. Übrigens: Die Tipps kannst Du natürlich auch bei Deinem Chef anwenden 😉.
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