Loslassen – kann man das lernen?

„Loslassen kostet weniger Kraft als festhalten. Und dennoch ist es schwerer.“ (Detlef Fleischhammel)

Loslassen – kann man das lernen?

Es gibt Situationen in unserem Leben, die wir nicht ändern können, wir können jedoch lernen damit umzugehen und sie loszulassen. Das Loslassen stellt immer wieder eine Herausforderung in unserem Leben dar. Es ist kein Prozess, der einmal gelernt, immer funktioniert. Es gibt kein Patentrezept, jeder Mensch, jede Situation ist individuell verschieden. Es ist ein Prozess, der oft seine Zeit braucht, der uns durch unser Leben begleitet. Wir werden immer wieder neu, in den unterschiedlichsten Situationen damit konfrontiert.
Festhalten an Vergangenem, an Dingen und Situationen, die nicht guttun; an Partnerschaften und Freundschaften, die längst beendet sind; an einem Arbeitsplatz, der gekündigt wurde, oder in dem Du Dich nicht wohl fühlst; an Trauer um geliebte Menschen usw.

Wie gehst Du damit um? Kannst Du den Dingen, Geschehnissen ihren Lauf lassen, es annehmen wie es ist, oder verharrst Du in dieser Situation und hältst fest?

Von klein auf lassen wir los, wir lernen zu laufen, ein Schritt nach dem anderen. Wir fallen hin und stehen wieder auf. In Kindergarten, Schule und Beruf gehören Veränderungen zu unserer Entwicklung dazu und in dieser Phase unseres Lebens gehen wir selbstverständlich damit um.

Natürlich gibt es auch heute noch Situationen, die es uns leicht machen loszulassen, in denen wir kaum oder gar nicht darüber nachdenken, es darf einfach gehen.

Wann wird es Zeit zum Loslassen

Wenn Du Dich unzufrieden oder verzweifelt fühlst, wenn Du nicht weißt wie es weitergehen soll und Du keine Perspektiven siehst, sind dies Zeichen, dass eine Veränderung ansteht, dass etwas Altes losgelassen werden will.

Diese Herausforderungen sind nicht einfach, doch wenn wir daran festhalten und nicht loslassen, lähmen wir uns selbst und fühlen uns gefangen. Neues kann sich nicht entwickeln und zeigen. Wenn wir immer nur wahrnehmen was schlecht ist, verlieren wir das Auge für das Schöne, wenn wir uns von unseren negativen Gefühlen nach unten ziehen lassen werden unsere negativen Erwartungen bestätigt und wir geraten in eine emotionale Abwärtsspirale, aus der es schwer ist wieder herauszukommen.

Gründe für`s Loslassen

Für mich ist immer schön zu sehen, was sich für meine Klienten verändert, wenn sie ihre Perspektive ändern, wenn sie erkennen aus welchen Gründen sie wirklich festhalten. Schon allein dieses Bewusstwerden kann einiges bewirken. Oft sind es negative Vorstellungen, Erfahrungen und Emotionen darüber was passieren könnte, die uns das Loslassen so schwer machen.
Was kannst Du verlieren, was kannst Du gewinnen? Hast Du Dir auch mal vorgestellt was Positives geschehen könnte? Neues kann sich entwickeln und zeigen, wenn Du hinschaust und auch das Schöne wahrnimmst. Öffnest Du Deine Augen dafür, fällt es leichter loszulassen. Wenn der Punkt gekommen ist, an dem Du erkennst, dass Du so nicht weiterleben möchtest, musst Du Deinen Blick nach vorne richten und bereit sein für Veränderung.

Mein Tipp für Dich

Vielleicht stehst Du gerade an einem Punkt, an dem es nicht weitergeht. Du hast keine Ahnung wie Du das machen sollst – loslassen und weitergehen?
Wenn Du möchtest frage Dich doch einmal aus welchen Gründen Du festhältst. Stelle Dir Deine Situation vor, in der Du Dich gerade befindest, werde Dir Deiner Situation bewusst. Lass Deinen Gedanken freien Lauf und notiere Dir Deine Gefühle zu dieser belastenden Situation.

  • Wie fühlst Du Dich in diesem Festhalten?
  • Hast Du Angst? Angst vor dem Ungewissen, vor dem Neuen?
  • Was könnte passieren, wenn du loslässt?
  • Fürchtest Du dich vor einer bestimmten Konsequenz?

Wenn Du Dir Deiner Ängste bewusst wirst, kannst Du erkennen, was Du brauchst um den nächsten Schritt zu tun und vielleicht sind einige Deiner Ängste sogar unbegründet.

Den Blick auf das Positive richten

Nun richte Deine Aufmerksamkeit auf die positiven Auswirkungen, die das Loslassen für Dich haben könnte.

  • Was verändert sich positiv in Deinem Leben?
  • Wie würdest Du Dich fühlen? Spüre ganz intensiv hinein.
  • Fühlst Du Dich wohl, glücklich, befreit, leicht?

Mache Dir auch hierzu Notizen und fühle den Nutzen, den Dir das Loslassen bietet.

Nach diesem Bewusstwerden fällt es Dir bestimmt leichter loszulassen. Fange mit dem ersten Schritt an und jeder weitere Schritt bringt Dich Deinem Ziel näher.
Loslassen bedeutet nicht aufzugeben, sondern die Dinge zu akzeptieren wie sie sind, Vergangenes abzuschließen und weiterzugehen.

In diesem Sinne

Lebe Dein Leben, jeden Tag!

Herzlichste Grüße

Silvia Haugg

PS.: Du benötigst Hilfe beim Loslassen, beim Umgang mit schwierigen Situationen, oder beim Umsetzten Deiner Wünsche? Gerne unterstütze ich Dich dabei. In einem kostenlosen Kennenlerngespräch (ca. 30 min) kannst Du mich und meine Arbeit kennenlernen.

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