Urlaubszeit!!!

Kannst Du Deinen Urlaub geniessen, trotz Deiner alternden Eltern zu Hause?

Urlaubszeit!!!
Wie schön, endlich abtauchen, entspannen und einfach mal nichts tun.
Oder ist es eher so, dass Du nicht zur Ruhe kommst, weil Dich Dein schlechtes Gewissen plagt? Kannst du wirklich wegfahren und genießen, während es Deinen alternden Eltern doch eigentlich gar nicht gut geht? Sie brauchen doch Hilfe und Unterstützung, sie kommen doch allein nicht mehr zurecht. Und die Sorgen, dass etwas passieren könnte – während Du es Dir gut gehen lässt. Boah… Gedanken über Gedanken, die es dir wirklich schwer machen, deinen Urlaub zu genießen.

Da bleibst Du doch lieber gleich zu Hause. Doch ist das die Lösung? Du hast doch auch eine eigene Familie. Deine Kinder, die vielleicht das letzte Mal mitfahren, weil sie schon das gewisse Alter haben. Dein Mann, der sich den Urlaub doch auch verdient hat.
Vielleicht hast Du Geschwister, die ja auch da sind und sich auch kümmern.  Das ist natürlich super und trotzdem hast Du dieses ungute Gefühl. Oder vielleicht machen auch sie es Dir gerade schwer: Du kannst doch jetzt nicht Urlaub fahren, wenn etwas passiert!?
Na toll, dass hast Du jetzt gerade noch gebraucht.

Es gibt tatsächlich Menschen, die jahrelang nicht mehr im Urlaub waren, weil ständig diese Angst da ist, dass etwas passieren könnte, gerade wenn die Eltern schwer krank und pflegebedürftig sind.

Wir waren damals mutig, wir haben gebucht, obwohl es meinem Papa nicht gut ging. „Bis dahin ist ja noch Zeit und er erholt sich bestimmt wieder“, „Und wenn nicht?“, ich habe mir auch meine Gedanken gemacht. Alles sah zunächst gut aus, mein Papa erholte sich wieder etwas… und dann ging es ihm plötzlich so schlecht. Alles überschlug sich in mir, ich kann doch jetzt nicht in Urlaub fahren, dass kann ich nicht machen, wenn er wirklich sterben sollte…….
Er lag damals in einer Geriatrischen–Fachklink und kurz vor seiner Entlassung kam dieser „Absturz“. Hier müsst ihr wissen, dass Geriatrische Stationen eine Auflage haben, dass sie die Patienten nur 3 Wochen behalten dürfen. Ja, wirklich. Sie haben uns 2 Tage Verlängerung gegeben und in diesen 2 Tagen musste ich einen Heimplatz zur Kurzzeitpflege finden, weil es unmöglich war ihn nach Hause zu holen, nun mit oder ohne unseren Urlaub. Ich war echt verzweifelt, doch ich hatte Glück und konnte ihn unterbringen. Unseren Urlaub wollte ich schon telefonisch stornieren. (Wir hatten eine Reiserücktrittversicherung abgeschlossen, wussten allerdings nicht, ob diese auch zahlen würde, will mein Papa bereits bei unserer Buchung krank war). Ich kann euch sagen, völliges Chaos in mir. Was soll ich tun? Unser Reisefachmann riet uns noch zwei Tag zu warten und das taten wir dann auch. Also, Papa erstmal in Kurzzeitpflege und wirklich, er erholte sich wieder etwas – unser Stehaufmännchen 😊. Trotzdem war ich immer noch hin- und hergerissen, sollen wir wirklich fahren? Ich habe für mich nochmal einiges geklärt und habe auch erkannt, dass mein Papa doch jetzt in diesem Heim (auch wenn wir uns das so nicht gewünscht hatten) gut aufgehoben war und dass dies doch die beste Lösung war, auch für uns einigermaßen beruhigt in Urlaub zu fahren.
Als ich mich von ihm verabschiedete, meinte er nur: ich soll mir doch keine Gedanken machen, er wäre doch hier gut aufgehoben. Das tat so gut….
Wir sind geflogen und ja, ich habe oft an ihn gedacht, doch ich konnte trotz allem gut abschalten, es hat mir so gutgetan, ich konnte so viel Kraft tanken.

 

Doch nun wieder zu Dir

Du bist nun in dieser Lage und fragst Dich: Was kann ich tun?

Ich weiß ja nicht wo Du/Deine Eltern gerade stehen, doch es gibt die Möglichkeit…

  • der Kurzzeitpflege, ich kann Dir nur raten sie in Anspruch zu nehmen, auch für Dich.
  • Es gibt bereits in einigen Orten Ehrenamtliche, die in solchen Situationen ab und zu nach alten Menschen schauen. Keine Pflege, sie kommen einfach nur mal vorbei und schauen nach dem Rechten. Erkundige Dich doch einmal im Bürgerbüro.
  • Es gibt Notfallarmbänder für Deine Eltern, die sie bei Bedarf nur drücken müssen, um den Notdienst zu informieren
  • Es gibt Essen auf Rädern, dass Du in dieser Zeit bestellen könntest, dass Du weißt Deine Eltern sind versorgt.
  • Ambulante Pflegedienste, falls notwendig.
    Wie gesagt: Bei all diesen Dingen kommt es natürlich darauf, wie es Deine Eltern geht und wo ihr steht. Dies alles kann Dir helfen, beruhigter in Urlaub zu fahren.

 

Und das kannst Du für Dich tun!

Bei all diesen oben genannten Dingen habe ich überlegt, was Du im Außen brauchen könntest, um beruhigter zu sein.
Doch was kannst Du für Dich, für Dein Inneres Befinden tun?

Frage Dich doch einmal:

Wie würdest Du Dich in dieser Situation gerne fühlen?

Schließe dazu Deine Augen und fühle in Dich hinein.

Vielleicht möchtest Du Dich ruhig fühlen, entspannt, gelassen……

Und nun fühle jede einzelne Ressource ganz aktiv. Wie fühlt es sich an, wenn Du ganz ruhig bist? Wie fühlt es sich an wenn Du ganz gelassen bist? Dann fühle Dich mit all Deinen Ressourcen, die Du für Dich gefunden hast, in der Situation. Was verändert sich?

Halte Deine Gefühle schriftlich fest und erinnere Dich immerwieder daran!

Spüre die Entspannun, die Dir diese Übung bringt, wiederhole sie für Dich, so oft Du kannst und spüre die Veränderung.

 

Gönn Dir Deinen Urlaub, es ist so wichtig, dass Du auch an Dich denkst, Dir die Zeit nimmst, die Du brauchst und auf Dich achtest.

Und nun wünsche ich Dir einen schönen Urlaub.

Herzlichste Grüße

Silvia Haugg

P.S.: Solltest Du ein Urlaubs-Notfallcoaching benötigen. Ich bin gerne für Dich da. Damit Du Deinen Urlaub, trotz dieser Situation auch genießen kannst. Schreibe mir einfach auf meiner Kontakt-Seite oder rufe mich an.

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