Wenn alternde Eltern Deine Hilfe ablehnen!

„Man kann den Menschen nicht auf Dauer helfen, wenn man für sie tut, was sie selbst tun können und sollten.“
(Abraham Lincoln)

Möchtest Du Deinen alternden Eltern helfen und stößt dabei auf Ablehnung? Du läufst wie gegen eine Wand und es kommt zum Streit.

Auch mir ist es oft so ergangen.Wenn ich gesehen habe, dass meinem Papa etwas schwerfällt oder ihn überfordert, wollte ich ihm natürlich helfen, es ihm abnehmen und es kam mal wieder zum Streit.

Was ist passiert? Ich wollte doch nur helfen!

Ich habe eine Grenze überschritten und über seinen Kopf hinweg gehandelt. Ich glaube mit dieser Grenzüberschreitung habe ich ihm ein Stück Selbstständigkeit genommen und ihm bewusst gemacht, wie schwach und abhängig er doch ist.

Was kannst du tun?

Du kannst Deinen Eltern immer wieder signalisieren, dass Du für sie da bist, Du kannst sie unterstützen und ihnen den Rücken stärken. Etwas gemeinsam zu tun, kann oft schon hilfreich sein. Nimm ihnen nichts ab, was sie noch in der Lage sind selbst tun zu können, denn mit allem was Du ihnen abnimmst, nimmst Du ihnen ein Stück ihrer Unabhängigkeit.
Ihnen Aufgaben zu lassen, bedeutet ihnen das Gefühl zu geben, dass sie noch gebraucht werden und für etwas gut sind.

Trotzdem kann es natürlich passieren, dass wir eingreifen müssen und dann wieder einiges über uns ergehen lassen müssen.
Sei Dir bewusst, dass hinter dem Gemeckere Deiner Eltern nur ihr Gefühl über den Verlust ihrer eigenen Unabhängigkeit steht.

Dies kannst Du für Dich tun:

Nimm dir etwas Zeit für Dich und wenn Du magst, lass hinter deinen geschlossenen Augen eine Situation aufsteigen, in der Du Deinen Eltern helfen möchtest und es dadurch wieder zum Streit kommt.
Tritt nun einen Schritt zurück und betrachte diese Situation aus einem gewissen Abstand, als wenn du eine Freundin mit ihren Eltern beobachten würdest.

Schau es Dir genau an:
• Wie verhält sich deine „Freundin“?
• Was sagt sie?
• Was tut sie?

Und nun:
• Was konnstest Du beobachten, was ist Dir aufgefallen?
• Was würdest Du Deiner Freundin raten?
• Was könnte sie tun und was lassen?
• Was könnte sie anders machen?
• Was könnte es leichter für sie machen?

Du kannst dies auch schriftlich machen, damit Du es noch klarer erkennen kannst.
Lass Dich einfach darauf ein und schau welche Auswirkung dies für Dich hat.

Auch mir ist es nicht leichtgefallen, meinen Papa zu lassen, doch ich war da, um ihn zu halten und aufzufangen.

In diesem Sinne
LIKE THE DAY!

Herzlichste Grüße

 

Silvia Haugg

P.S.: Du benötigst dringend Hilfe im Umgang mit dieser schwierigen Situation? Zögere nicht einen Termin zu einem kostenlosen Kennenlerngespräch mit mir zu vereinbaren.

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