Abgrenzung  – so lernst Du, bei Dir zu bleiben!

„Grenzen setzen ist Ausdruck deiner Liebe zu Dir selbst. Grenzen achten ist Ausdruck deiner Liebe zu anderen.“
(Elke Bischofs)

In einem meiner letzten Beitrag habe ich bereits über Abgrenzung geschrieben. Es ging darum, wie Du Dich vor äußeren Beeinflussungen schützen kannst.
Heute wird es darum gehen, was Du tun kannst, wenn Du Gefühle der Anderen zu Deinen machst und unter fremden Problemen leidest.
Wie ich schon im meinem ersten Beitrag erwähnt habe, hat Abgrenzung nichts damit zu tun, eine Schutzmauer um uns herum zu bauen, dass niemand mehr an uns herankommt, sondern es bedeutet eine für uns gesunde Möglichkeit zu finden unsere Bedürfnisse wahrzunehmen und zu schützen.

Machst Du fremde Probleme zu Deinen? Zeigst Du ein gesundes Mitgefühl oder ist es eher so, dass Du mitleidest? Wie geht es Dir dabei, wenn Dir andere Menschen Ihre Probleme aufdrücken?
Vielleicht ist das bis zu einem gewissen Punkt in Ordnung für Dich. Wenn Du aber mit Belastungen und Problemen überschüttet wirst und Du Dich dabei schlecht fühlst, wird es Zeit, dass Du lernst Dich zu schützen.

Traue Dich NEIN zu sagen

Jedes NEIN zu anderen ist auch ein JA zu Dir. Es schützt Dich davor überfordert und ausgenützt zu werden. Du entscheidest Dich nicht gegen einen Anderen, sondern für Dich.
Erlaube Dir Nein zu sagen und wage es zuerst einmal in Situationen wo es Dir etwas leichter fällt.
Vielleich hast Du Angst Dein Gegenüber zu verletzten, doch wenn Du es respektvoll ansprichst, könnt Ihr ein gesundes Gleichgewicht und Miteinander finden. Die Reaktion auf Dein erstes NEIN könnte auf Unverständnis stoßen, bedenke: auch für dein Umfeld ist es neu.
Vielleich kostet es Mut von Dir dies anzusprechen, aber es lohnt sich. Wirkliche Freunde werden es verstehen, auch wenn sie vielleicht etwas Zeit brauchen um sich an die Veränderung zu gewöhnen.

Bleibe bei Dir

Es wird Dir am Anfang vielleicht nicht leichtfallen, deine Gefühle aufzuspüren und bei Dir zu bleiben. Mit etwas Übung kannst Du es lernen. Wenn Du magst, lege Du Dir ein Notizbuch zu. Nimm Dir am Abend ein bisschen Zeit für Dich, gehe in Gedanken Deinen Tag durch und notiere Dir die wichtigen Situationen zu diesem Thema. Fühle in Dich hinein, beobachte und notiere Dir Deine Gefühle.
Mache Dir dazu eine Liste mit 4 Spalten:
1. Spalte → für die Situation, → z.B.: Jemand erzählt Dir von einem Problem, oder möchte etwas von Dir….
2. Spalte → für Deine Gefühle, → z.B.: Du fühlst Dich unwohl, überfordert………
3. Spalte → für Deine Bedürfnisse, → z.B.: Du möchtest Dich zurück ziehen, möchtest NEIN sagen…….
4. Spalte → wie hättest Du es gerne; Wie hättest Du gerne reagiert? → z.B.: Du möchtest es ansprechen, es aussprechen…..

Mit dieser Übung kannst Du Dir über Deine Gefühle und Bedürfnisse bewusstwerden und mit ein bisschen Übung wirst Du auch in der Situation reagieren können, um bei Dir zu bleiben.
Um diese Übung zu verstärken, kannst Du Dir auch die 4.Spalte „wie hättest Du es gerne“ näher ansehen.
Stelle Dir immer wieder vor, wie Du es gerne hättest, fühle es mit all Deinen Sinnen, lass es ganz groß in Dir werden. Dies bringt Dir Kraft und Klarheit.

Sehe Deine Erfolge

In Deinem Notizbuch kannst du auch Deine kleinen und großen Erfolge festhalten, damit lenkst Du Deine Aufmerksamkeit auf Dich und auf das, was Du bereits erreicht hast. Dies wird Dir guttun.
Und falls es Dir mal nicht gelingt, hast Du noch die Möglichkeit, dass was nicht zu Dir gehört, loszulassen. Finde ein Ritual, dass Dir dabei hilft. z.B.: Atemübungen, ein Spaziergang durch die Natur, um wieder ganz bei Dir anzukommen; ein Bad oder eine Dusche, dabei kannst Du Dir vorstellen wie alles Fremde von Dir abgespült wird; Finde etwas, was Dir guttut und Dich wieder ganz bei Dir ankommen lässt.

In diesem Sinne

Lebe Dein Leben, jeden Tag!

Herzlichste Grüße

Silvia Haugg

PS.: Du kommst alleine nicht weiter und benötigst Hilfe? Gerne unterstütze ich Dich dabei. In einem kostenlosen Kennenlerngespräch (ca. 30 min) kannst Du mich und meine Arbeit kennenlernen.

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